Galiplan: „Langfristiger Bärenmarkt ist noch nicht vorbei“ - News - Hauptmann, finanzcheckde, Beteiligungsfinderde, Usdepotde,
Home
So funktionierts
Fonds aussuchen
Depotstellenvergleich
Fragen & Antworten
News
Glossar


21.04.2010 Zur Nachrichtenuebersicht
Galiplan: „Langfristiger Bärenmarkt ist noch nicht vorbei“

„Der Aktienmarkt ist ausgesprochen teuer“, meint Steffen Hauptmann, Fondsmanager des Galiplan Aktien Global AMI. Ein breites Spektrum fundamentaler Faktoren zeige dies. Im Vergleich mit der Bewertung der Märkte seit Ende des Zweiten Weltkriegs sei der aktuelle Markt bei den Top-10-Prozent der teuersten Märkte. „Dies hat in der Vergangenheit immer bedeutet, dass die Renditen über die nächsten 7 bis 10 Jahre weit unterdurchschnittlich waren“, erklärt Hauptmann weiter.

Der Fondsmanager hat die Märkte mit historischen Daten zurück bis 1910 analysiert und entsprechende Strategien für jede Marktphase entwickelt. Diese Strategien bilden die Basis für das quantitative Managementsystem, das auch bei der Verwaltung des Galiplan Aktien Global AMI eingesetzt wird.

Extrem überbewertete Aktiemärkte bedeuten in der Regel weit unterdurchschnittliche Kurssteigerungen in den Folgejahren. Dieser nachweisbare Zusammenhang wurde lediglich in der extremen Bubble-Phase Ende der 90er-Jahre außer Kraft gesetzt. „Wer jetzt auf weiter steigende Märkte setzt, setzt darauf, dass wieder eine solche außergewöhnliche Haussephase bevorsteht“, so Hauptmann. Die Wahrscheinlichkeit dafür sei angesichts der Staatsschulden, dem niedrigen Zinsniveau, der historisch hohen Verschuldung der Privathaushalte sowie der hohen Arbeitslosigkeit und vieler fauler Kredite in den Büchern der Banken aber sehr gering.

Vorsicht am Markt geboten
„Für das kurzfristige Marktklima ist daher höchste Vorsicht geboten“, ist Hauptmann überzeugt. Aus diesem Grund ist der Galiplan Aktien Global AMI entsprechend hoch abgesichert, was bewirkt, dass der Fonds bei weiter steigenden Aktienkursen nicht Schritt halten kann. Im März hat der Fonds 0,72 Prozent erreicht, im ersten Quartal insgesamt 6,19 Prozent. Auch gegen mögliche Verluste des Dollars zum Euro ist der Fonds zu 75 Prozent abgesichert.

„Weil der Pessimismus gegenüber dem Euro historische Extremwerte erreicht hat, muss jederzeit mit einer heftigen Gegenbewegung, sprich kurzfristigen Aufwertung des Euros gerechnet werden“, erklärt Hauptmann. „Zurzeit wäre unser Fonds weder von einem plötzlichen Einbruch des Aktienmarkts, noch von einer Gegenbewegung im Euro ernsthaft betroffen“, ergänzt der Fondsmanager.

Unternehmensberichte versprechen Lichtblicke
Der Aktienmarkt ist nach der Korrektur Ende Februar wieder in seinen Modus stetiger neuer Hochs in kleinen Trippelschritten zurückgekehrt. Derzeit liegt das Hauptaugenmerk auf den Unternehmensberichten für das erste Quartal. „Diese werden ohne Zweifel sehr gut ausfallen, da das Vergleichsquartal 2009 auf den Höhepunkt der Finanzkrise fiel", so Hauptmann.

Dies mag auch ein Grund dafür sein, dass sich eine Reihe von Sentimentindikatoren wieder den Höchstständen von Mitte 2007, vor Beginn der Finanzkrise, annähert. Die Risikoprämien sind auf dem Niveau vor der Finanzkrise. Daraus schließt Hauptmann: „Die Mehrheit der Marktakteure geht mit den offensichtlichen Problemen relativ sorglos um.“

Wann immer sich ein Markt in einem stabilem Aufwärtstrend befindet, überbewertet und überkauft ist und die Mehrheit der Marktteilnehmer optimistisch ist, sei die Wahrscheinlichkeit für plötzliche Kurseinbrüche ohne jede Vorwarnung sehr hoch. „Meist werden in diesen plötzlichen Korrekturen die Gewinne vieler Monate in wenigen Tagen wieder ausgelöscht. Ansatzweise haben wir das Ende Januar gesehen. Allerdings hat sich da der Markt noch einmal gefangen. Solange die kommende Berichtssaison wie erwartet gut läuft, kann der Markt noch ein Stück weit nach oben kriechen. Die dann folgende Korrektur dürfte dann aber umso heftiger ausfallen“, sagt Hauptmann.

Die nächsten Jahre weiterhin der Bär im Markt
„Ich bin der Meinung, dass wir uns nach wie vor in einem säkularen Bärenmarkt befinden, der, wie für Bärenmärkte typisch, auch durch vorübergehende Aufwärtsbewegungen geprägt ist“, meint Hauptmann weiter. Diese Situation mit einigen Aufwärts- und anschließenden Abwärtsbewegungen werde ihm zufolge weitere sechs bis acht Jahre andauern und erst bei deutlich attraktiveren Bewertungen enden.

Dass der Bärenmarkt noch nicht vorbei sei, zeige sich insbesondere in der hohen Marktbewertung und dass dadurch der Leverage über Kredite immer noch nicht weit genug zurückgefahren wurde. „Auch das Wissen, dass weder die typische Dauer eines Bären-Zyklus bereits erreicht wurde, noch das typische niedrige Bewertungsniveau am Ende solcher Zyklen – im Schnitt ein normalisiertes KGV von 7 – trägt zu dieser Vermutung bei“, erklärt Hauptmann.

Bei der Betrachtung von sehr langfristigen Charts des Aktienmarkts sei zu erkennen, dass sich lange Zyklen mit sogenannten säkularen Aufwärts- und Seitwärtstrends abwechseln. Seitwärtstrends, die auch häufig als säkulare Bärenmärkte bezeichnet werden, haben in der Vergangenheit in den USA ziemlich regelmäßig 17 bis 18 Jahre gedauert. In einer solchen Phase wechseln sich mehrere kürzere Bullen- und Bärenmärkte ab.

Gewinne nicht dauerhaft
Jedes neue Bärenmarkttief erreiche dabei in der Regel ein neues Bewertungstief bei Aktien. Dies müsse nicht zwangsweise mit einem neuen Preistief gekoppelt sein, da wachsende Unternehmensgewinne auch für sinkende Bewertungen sorgen können. „Eine Charakteristik solcher säkularen Phasen ist, dass der größte Teil der zwischenzeitlich in den Haussephasen erreichten Gewinne nicht dauerhaft ist“, so Hauptmann. „Die letzte solche Phasen haben wir von 1965 bis 1982 gesehen. Danach gab es einen 18 Jahre dauernden säkularen Bullenmarkt bis zum Jahr 2000. Ich bin der Meinung, dass wir seither wieder in einem säkularen Bärenmarkt stecken, der noch nicht beendet ist. Selbst wenn der März 2009 das ultimative Preistief gewesen sein sollte, so ist es doch sehrunwahrscheinlich, dass es bereits das Bewertungstief des Marktes war", ist der Fondsmanager überzeugt. (ir)

 

Galiplan Financial Strategies GmbH ist ein unabhängiger Vermögensverwalter mit Sitz in Jülich, der sich auf die Entwicklung, Analyse und das Management von Alternativen Investment-Strategien sowie ganzheitlichen Vermögensplanung für vermögende Privatkunden fokussiert.

 

Quelle: FONDS professionell ONLINE


Die letzten Nachrichten:



  Wichtiger Hinweis zu diesen Informationen:
Die Anlageberatung, die Anlagevermittlung und die Abschlussvermittlung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1, 1a und 2 KWG) von Investmentfonds, Zertifikaten, Anleihen, Aktien, Optionsscheinen, ETFs, Genussscheinen, Optionen, Inhaber- und Orderschuldverschreibungen sowie ETCs bieten wir Ihnen als vertraglich gebundener Vermittler gemäß § 2 Abs. 10 KWG im Auftrag, im Namen und für Rechnung der NFS Netfonds Financial Service GmbH, Süderstraße 30, 20097 Hamburg, (NFS) an. Die NFS ist ein freies und unabhängiges Finanzdienstleistungsinstitut und verfügt über die erforderlichen Erlaubnisse der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Weitere Informationen finden Sie hier: Impressum
Die Ihnen hier überlassenen Informationen dienen ausschließlich der Fondsbeschreibung und stellen daher weder eine Anlageberatung noch eine verbindliche Auskunft dar. Es wird auch kein Angebot oder eine Einladung zur Zeichnung oder zum Kauf eines Wertpapiers abgegeben. Auch eine gute Fondsnote stellt keine Aufforderung zum Kauf eines Investmentfonds dar. Weder dieses Dokument noch die darin enthaltenen Informationen bilden eine Grundlage für eine vertragliche oder anderweitige Verpflichtung von fit4fonds irgendeiner Art. fit4fonds übernimmt für etwaige Schäden, die im Zusammenhang mit der Veröffentlichung dieser Informationen entstehen, gleich aus welchem Rechtsgrund, keine Haftung, es sei denn, die Schäden sind auf grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz oder die Verletzung von wesentlichen Vertragsverpflichtungen zurückzuführen. Datenquelle für Fondsdaten: EDISoft GmbH und €uro Advisor Services GmbH (c), Alle Rechte vorbehalten. Die dargestellten Informationen und Inhalte richten sich ausschließlich an Interessenten mit Wohnsitz in Deutschland. Interessenten mit Wohnsitz außerhalb der Europäischen Union sind nicht nutzungsberechtigt. Disclaimer I
Datenquelle für vereinfachte Verkaufsprospekte, Verkaufsprospekte, Halbjahresberichte und Jahresberichte: